Das Treffen in den Dimensionen
Geschrieben von Administrator   
Mittwoch, 08 Juni 2005


Das Treffen in den Dimensionen

Ein Zauberer-Turnier auf einem TaD-Pfingsttreffen - geschrieben aus der Sicht eines Magiers aus dem Reich "Toraq Kaa" vom Segment CAA.

von Martin Koch.


Das Treffen in den Dimensionen

Grsstn ging mit weit ausholenden Schritten durch die Gewölbe der Akademie, in seinem Gürtel steckte die Schriftrolle mit seinem Marschbefehl, der ihm soeben zugestellt worden war. Die Schriftrolle trug das persönliche Siegel Sarxa ts Pja’s und erfüllte ihn mit einer seltsamen Unruhe.

Seit seiner frühesten Kindheit hatte man ihn auf seine Aufgaben als Zauberer vorbereitet und nun, ein Jahr nach dem Ende der großen Dunkelheit hatte ihn der Ruf ereilt seinem Volk zu dienen.

In seiner Wohnhöhle angekommen ließ sich der junge Xsen in der Schlafmulde nieder und öffnete die Schriftrolle. Ein einfacher Auftrag, er sollte umgehend in den Norden Toraq Kaa’s teleportieren und dort gemeinsam mit zwei Gildenbrüdern die Gefangennahme irgendwelcher Wilder durch Rennechsenreiter unterstützen. Nun, nichts, was ihm wirklich herausfordernd vorkommen würde.

Grsstn erhob sich und warf sich seine Mantilla über. Nachdem er den Gildenbrief, das Grimoire und seinen Scimitar an sich genommen hatte versorgte er sich mit einem Proviantbeutel und einem Wasserschlauch aus dem Almacen Magica und wollte sich gerade auf die Teleportation vorbereiten, als ihm der junge Adept Dirion Tahr, beziehungsweise dessen reichlich verkohlten Überreste aus dem Puerta de Vuelta entgegenfielen. Grsstn verschob seine eigene Teleportation ein wenig und beugte sich zu dem (wohl verhinderten) Konventteilnehmer herab. Es war ihm, als ob der Tote - für seinen Zustand zumindest - recht zufrieden sei, seltsam. Als er die Leiche berührte zerfiel der Körper zu feiner schwarzer Asche. Herbeieilende Bedienstete waren angemessen erschrocken und an ihm blieb nun die unangenehme Aufgabe hängen zu bestimmen, was mit den Überresten zu geschehen habe. Diese Frage war wahrlich schwierig zu beantworten, denn eine Kaa gefällige Bestattung war in der aktuellen Form in der sich Dirion Tahr befand natürlich nicht möglich. Wollte man dem Armen Adepten also eine schmachvolle Wiedergeburt als niederes Tier oder Pflanze ersparen, so mußte für ihn in irgendeiner Form eine sinnvolle Weiterverwendung gefunden werden. Nicht einfach das ... Nach einigen Konsultationen in der Biblioteka zeichnete sich allerdings eine Lösung ab, die Asche wurde in einem irdenen Gefäß gesammelt und versiegelt, sollten die Erkunder des Reiches in der Zukunft die Glaubensbrüder von Tu Raw Laana oder Thontar treffen, so sollte die Asche als Geschenk übergeben werden, einigen alten Schriftstücken zu Folge verwenden die Völker dieser Reiche Asche und Sand, um Eis (???) damit zu bestreuen, und das schien wirklich etwas Sinnvolles zu sein, was mit der Asche eines toten Adepten angefangen werden konnte.

Nun, nachdem er diese Aufgabe erledigt hatte machte sich Grsstn erneut daran sich auf seine Teleportation vorzubereiten. Während er sich in Trance versetzte stimmte er sich auf das Zielgebiet ein und leitete den Sprung ein.

Das Treffen

Irgendetwas war ganz und gar nicht so gelaufen, wie er es geplant hatte. An Stelle weiter Ebenen, die sein Zielpunkt hätten sein sollen befand er sich auf einem Berg (?), der sich aus einer dicken Wolkendecke erhob. Rechter Hand machte der Xsen einen großen See oder ein Meer aus, auf dem sich gut ein Dutzend Flotten zu versammeln schienen. Linker Hand machte er eine Ansammlung von Gebäuden aus, die nach Art der Warmblüter gebaut waren. Hinter den Gebäuden, in einem kleinen Hain gelegen konnte er zwei konzentrische Steinkreise entdecken, die von einer Anzahl von Menhiren umgeben waren, offenbar eine Art von Ritualplatz.

Während der Xsen die Umgebung in sich aufnahm materialisierten weitere Magier und mindestens ein weiterer Flottenverband. Grsstn zuckte mit den Schultern und setzte sich in Richtung der Gebäude in Bewegung. Momentan schien der Astralraum recht unsicher für Magiewirker zu sein.

Als der Xsen die Gebäude erreichte fand er eine Anzahl Gruppen von Zauberern, die vor dem Eingang zusammenstanden. Er schloß sich einem gnomischen Magier aus Forsenuk und einem Menschen aus Quellhaintal an. Ein Eistroll aus Tu raw Laana schließlich konnte die drei Nachbarn aufklären, offensichtlich befanden sie sich auf dem ‘Dörnberg’, einem Ort zwischen den Dimensionen, auf den es von Zeit zu Zeit Wesen verschiedenster Völker verschlug. Hier auf dem ‘Dörnberg’ fand dann ein Treffen statt, auf dem sich Mitglieder dier verschiedenen Völker austauschen konnten und sich in manigfaltigem Wettstreit gegenüber-standen. Bei diesem Treffen sollte ein Wettstreit zwischen den anwesenden Magiewirkern und ein Wettstreit der sich versammelnden Flotten stattfinden.

War diese Eröffnung schon recht erstaunlich, so wurden die nächsten Stunden mehr als lehrreich. Grsstn erfuhr, daß es mehr Welten geben mußte als den Xsen bislang bekannt war (um ehrlich zu sein war den Xsen bislang nur die Existenz von CAA bekannt), so erfuhr er von Hadamar, Asgard, Taraskana und anderen mehr. Dies alles war recht beunruhigend und bot viel Anlass zu Diskussionen, vor allem mit den Repräsentanten der drei anderen Gefolgsreichen der Göttin, die es ebenfalls auf diesen seltsamen Berg verschlagen hatte.

Das Duell der Magier

Am nächsten Tag fanden sich die Teilnehmer des Duells der Zauberwirker am Ritualplatz ein. Als sich alle versammelt hatten sprach ein Stimme zu den Versammelten und erklärte ihnen, daß sich, wer immer am Turniere teilnehmen wolle, in den mittleren Steinkreis treten solle, hier würden die anwesenden Magier sich duellieren, wenn einer der Zauberwirker sich nicht gegen den Angriff eines Kontrahenten verteidigen kann, so würde er verbannt werden, allerdings nicht für Monde, wie es auf den Welten der Fall wäre, sondern nur für eine kurze Zeit, vorausgesetzt er hat die Kraft sich aus den Dimensionen zurück zum Ritualplatz zu teleportieren. Wem es gelänge einen Mitstreiter zu verbannen, dem würde ein Teil ihrer magischen Kraft zufließen (das Duell scheint also eine Allegorie auf die Zauberduelle in den Welten). Den drei Zauberwirkenden, die als letzte noch im Wettstreit verbleiben denen soll jeweils ein magischer Gegenstand als Preis winken.

Während sich die Teilnehmer für die erste Runde des Wettstreits aufstellten blieben nur zwei Teilnehmer außerhalb des Ringes, neben Grsstn ein Elb aus Aled Muira. Grsstn ging seine Zauber noch einmal durch und während die ersten Magier im Duell unterlagen legte sich der Xsen seine Strategie zurecht.

In der Zweiten Runde des Duells betrat er ebenfalls den Duellkreis. Rechter Hand nahm eine wunderschöne Dryade aus Taraskana Aufstellung, linker Hand ein Zwerg aus Hadamar. Den Regeln entsprechend würde er sich gegen die Angriffe der Dryade verteidigen müssen, während der Zwerg das Opfer seiner Zauber sein würde. Nach kurzem Überprüfen der Lage entschied Grsstn sich zu einem Donnerschlag, der den Zwergen sogleich verbannte. Doch es blieb keine Zeit diesen Sieg zu feiern, denn von rechts galoppierte ein Schwadron Reiter in seltsamen Rüstungen auf ihn zu. Doch diese stellten keine wirkliche Gefahr dar, ein kurzer Wink und die Reiter befanden sich in einer Zone absoluter Dunkelheit, was zu dem lieblichen Geräusch brechender Läufe und zerschmetternder Körper führte. Da der Zwerg aus dem Duell war, mußte der Xsen nun einen Menschen aus Davaria angreifen, was er tat, indem er einen großen Schwarm Krähen beschwor, die den Angegriffenen derartig stark zusetzte, daß dieser sich aus dem Duell zurückzog. Einen gleichen Angriff wehrte er derweil mit Hilfe einer beschworenen Luftleere ab. In der dritten Duellrunde wurde Grsstn von dem Elbenmagier, der die Dryade verbannt hatte, angegriffen. Dieser beschwor eine Kanone, wurde aber von der Kugel, die der Xsen reflektierte selbst getroffen, während ein Mensch vor einer beschworenen Luftleere fliehen mußte.

Diese erste Duellteilnahme hatte die magischen Energien Grsstn’s derartig gestärkt, daß er erst einmal eine Runde Pause machte. In dieser ‘Freirunde’ wurden die ersten beiden Teilnehmer auf Dauer verbannt. Seine nächsten beiden Duell - Teilnahmen waren durchwachsen, zwar wurde er beide Male verbannt, allerdings konnte er in beiden Fällen ebenfalls mindestens einen Teilnehmer verbannen und hielt seine magische Energien auf diese Weise auf hohen Niveau.

Nach gut drei Stunden fiel die Entscheidung, als es Grsstn gelang den letzten verbliebenen Gegner mit Hilfe eines beschworenen Streitwagens aus dem Rennen zu werfen.

Das Treffen zwischen den Dimensionen dauerte noch einen guten Tag und viel wäre zu berichten, doch es muß den Lesern reichen, wenn wir erwähnen, daß der Xsen seine Zeit mit ‘diplomatischen Gesprächen’ und dem Genuß einer Bier genannten Flüssigkeit, der Jagd nach einem Vampir (was vielleicht einen eigenen Bericht wert wäre) und der Bewunderung, die die edle Prinzessin Dariwors Secan bei den anwesenden Representanten CAA’s hervorrief, und vielem mehr ...

Seltsam nur, daß Grsstn, als er nach gut zweieinhalb Tagen zwischen den Dimensionen seine Teleportation trotzdem in (CAA) Nullzeit vollbrachte.